Chemotherapie

Unter diesem Oberbegriff fallen alle als Infusion-, Spritzen oder Tablettenbehandlung durchgeführten Therapien von Krebserkrankungen. Mit den heutigen Mitteln der unterstützenden (supportiven) Therapie und den verwendeten Medikamenten sind ca. 80 - 90% aller Therapieformen, selbst Dauerinfusionen über mehrere Tage, ambulant zu geben. Die Praxis verfügt über eine tagesklinische Einrichtung mit der Möglichkeit einer kontinuierlichen Überwachung von bis zu 12 Stunden Dauer.

Immuntherapie und Antikörper

Einige Krebserkrankungen sind mittels Immuntherapie sowohl vorbeugend - adjuvant als auch bei manifestem Tumorleiden zu behandeln. Konkret umfaßt dies die Antikörpertherapie z.B. bei Brustkrebs und Lymphomen (Herceptin und Rituximab) oder die Therapie mittels Interferonen oder Interleukin 2 bei Nierenzellkrebsen, Melanomen und Lymphomen. Eine solche Therapie ist grundsätzlich eine ambulante Therapie. Daneben treten in zunehmendem Umfang Studien, die sich mit verschiedenen Verfahren der Tumorvakzination (`Impfung´) beschäftigen. Einen immer weiteren Raum nimmt hier auch die zur Chemotherapie zusätzlich gegebene Behandlung mit speziellen Antikörpern [Herzeptin, Avastin, Erbitux, Mabthera, Mabcampath] oder sog. `small molecules´ wie Glivec, Tarceva, Sutent und deren Fortentwicklungen ein

Antibiotika und Virustatika

Gerade im Falle der eingeschränkten Abwehr bei Tumor- oder HIV-Patienten, nach Transplantationen etc. ist eine erhöhte Infektionsneigung zu beobachten. Auch eine intensive antibiotische oder antivirale Therapie (z.B. mit Ganciclovir) ist häufig konsequent ambulant möglich.

Transfusionen

Sofern nicht eine ausgeprägte allergische Reaktionsbereitschaft vorliegt, kann jede Bluttransfusion oder Thrombozytentransfusion und Immunglobulinsubstitution ambulant erfolgen. Die Verfügbarkeit gefilterter Blutprodukte und ggf. spezieller Untergruppen steigert dabei die Verträglichkeit beträchtlich.

Wachstumsfaktoren

Die Stärke mancher Chemotherapien (Höhe der Dosierung oder rasche Abfolge der Behandlungszyklen) macht es in speziellen Fällen nötig, die Abwehrfunktion - Zahl der weißen Blutkörperchen (`Leukozyten´) zu stärken. Dann kann mit hämatopoetischen Wachstumsfaktoren (G- und GM-CSF) eine raschere Erholung der Zahl der weißen Blutkörperchen erreicht werden. Dies sind konkret einmal täglich als kleine Spritze (unter die Haut) zu gebende Präparate. Ähnlich kann in speziell gelagerten Fällen auch die Bildung der roten Blutkörperchen angeregt werden (aus dem Leistungssport als EPO - Erythropoietin bekannt) und so eine Transfusion vermieden werden.

 

[Home] [Arbeitsgebiet] [Diagnostik] [Rat & Plan] [Behandlungen] [Das Team] [Besonderes] [Adressen] [Aktuelles] [Impressum]