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Beratungen und Therapieplanung Um sich umfassend mit einem Tumorkranken auseinandersetzen zu können, ist Zeit der wichtigste Faktor. Daher sollte schon bei der Anmeldung auf die Erkrankung angesprochen werden, damit genügend Zeit einkalkuliert wird. Auch ist es wegen der häufig komplexen Krankengeschichten nötig, soviele Unterlagen wie möglich über den bisherigen Verlauf mitzubringen. Viele Patienten sind beim ersten Gespräch sehr aufgeregt; ein guter Freund oder naher Anghöriger, der anwesend ist, kann helfen, das Besprochene besser zu erinnern. Selten kann bereits beim ersten Gespräch ein konkreter Plan aufgestellt werden, so daß man sich zu einem weiteren Termin, bei dem das Vorgehen besprochen und eventuell die Therapie geplant wird, treffen muß. Terminvereinbarung zur Therapie und Transfusion Sobald ein Therapieplan aufgestellt ist kann ein Termin zur Therapie abgesprochen werden. Dabei ist lediglich ein von der Medikation vorgegebener Rahmen zu beachten. Die Einzeltermine können relativ frei mit der verantwortlichen Krankenschwester abgesprochen und an die persönlichen Gegebenheiten der Patienten angepaßt werden. Bei Bluttransfusionen ist zu beachten, daß wegen der Notwendigkeit einer individuellen Anforderung entweder am Vortag oder am Morgen Kreuzblut zur Blutbank gebracht werden muß, so daß hier eine entsprechende Terminkoordinierung erforderlich ist. Die Mindestvorlaufzeit für eine Bluttransfusion beträgt ca. 2 Stunden, für Thrombozytenkonzentrate ca. 1/2 Stunde. Fahren und gefahren werden Ob durch eine Therapie oder Transfusion die Fahrtüchtigkeit eingeschränkt sein kann wird Ihnen mitgeteilt. Sollte dann kein Angehöriger oder Freund als Chauffeur zur Verfügung stehen, übernimmt die Krankenkasse die anfallenden Transportkosten bis auf einen Eigenanteil am ersten und letzten Therapietag. Nach diagnostischen Terminen (z.B. zur Knochenmarkpunktion) ist, wenn nicht eine besondere Betäubung erforderlich gewesen sein sollte, die Fahrtüchtigkei nicht eingeschränkt. Lediglich nach einer Leberpunktion muß aus Sicherheitsgründen für 24 Stunden vom Führen eines Fahrzeuges abgesehen werden. Portsysteme und venöse Zugänge Bei der Therapie chronischer Krankheiten sind häufig Infusionen erfoderlich. Die wiederholten Venenpunktionen sind aber zum Einen für die Patienten belastend und zeitraubend, zum Anderen ist eine bequemer venöser Zugang mit der Zeit immer schwieriger zu finden. Dazu kommt, daß manche Medikamente die Venen derart reizen, daß auf Dauer die Venen am Unterarm oder in der Ellenbeuge vernarben würden. Eine sinvolle Alternative stellt in dieser Situation ein sogenannter Port dar. Dabei handelt es sich um einen dünnen Katheter, der über eine Vene oberhalb des Schlüsselbeines in das Gefäßsystem eingebracht wird. Der Katheter endet aber noch unter der Haut (etwa 5 cm unterhalb des Schlüsselbeines) in einer ca. 1-2 cm durchmessenden Kammer. Man kann nun durch die Haut die Membrane dieser Kammer durchstechen und mittels einer geeigneten Nadel so unter Umgehung der Venen des Armes Medikamente und Dauerinfusionen direkt spritzen. Zeitraubendes und quälendes Venensuchen bleibt dem Patienten somit erspart, und sobald die Nadel gezogen ist, wird die Kammer von intakter Haut überdeckt. Duschen, Baden oder Schwimmen sind dann problemlos möglich. Die Implantation erfolgt mittels zweier kleiner Hautschnitte von 3-5 cm Länge in lokaler Betäubung und kann in der Regel kurzfristig ambulant erfolgen. Diese Portsysteme sind bei entsprechender sorgfältiger Pflege (steriles Arbeiten und regelmäßiges Durchspülen ca. alle 6 Wochen) fast umbegrenzt einzusetzen. Sollten sie nicht mehr benötigt werden, lassen sie sich in einem kleinen Eingriff unter Lokalbetäubung wieder entfernen. Bei Knochenmark- oder Stammzelltransplantationen sind zumeist mehradrige Venenkatheter erforderlich. Dann wird kurz vor der Transplantation an gleicher Stelle wie ein Port eine sogenannter Hickman- oder Groshong-Katheter implantiert, der dann durch die Haut austritt und frei mündet. Diese Katheter lassen mehrere Infusionen (bis zu 3) gleichzeitig zu, werden aber in der Regel nach der Transplantation wieder entfernt.
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